In liebevoller Erinnerung an das ASRA-Gründungsmitglied

Dr. Martin Ungerer

Wir nehmen Abschied von Dr. Martin Ungerer (15. Mai 1932 – 22. Februar 2026), einem der Gründungsväter der ASRA-Stiftung Schweiz. Sein grosses Herzensprojekt war dem Einsatz für behinderte und benachteiligte Kinder und Jugendliche in Delhi gewidmet, und sein Engagement prägte die ASRA-Organisation seit Beginn stark.

Gemeinsam mit Dr. Roger Bührer und Jakob Schmid legte Martin 1997 den Grundstein für die ASRA-Stiftung Schweiz und später den ASRA-Förderverein. Für Martin war ASRA ein Herzensanliegen, das ihn bis zuletzt begleitete. Seine Besuche in Delhi waren keine Kurzbesuche, oft dauerten sie Wochen. Er konnte problemlos in die ungeordnete und chaotische indische Slum-Welt eintauchen und sich mit den sehr unterschiedlichen sozialen Strukturen zurechtfinden. Er liebte es, sich in die Abläufe der Organisation einzuarbeiten, die Buchhaltung zu prüfen und mit den Mitarbeitenden wie mit den Schutzsuchenden offen und vertrauensvoll zu kommunizieren. Gemeinsam mit der ASRA-Gründerin, Vandna Mishra, mit der er seit dem ersten Zusammentreffen eng verbunden war, diskutierte er stundenlang über Optimierungsmöglichkeiten und neue Ideen.

Das Schicksal der Armen und Benachteiligten bewegte Martin zutiefst. Die Szene, in der ihm eine indische Mutter ihr Kind verkaufen wollte, blieb ihm zeitlebens unvergesslich. Es ist eine Erinnerung daran, wie ernst Martin das Wohl anderer nahm. Dieses und viele weitere Erlebnisse und Schicksale, die er mit eigenen Augen gesehen hatte, gaben ihm Kraft und bestärkten seine Zielstrebigkeit. So suchte er unermüdlich nach Sponsoren, Spendern und Gönnern, um finanzielle Mittel zu sichern. Daneben sprühte Martin vor Ideen, wie ASRA in der Schweiz und in Indien weiterwachsen und sich entwickeln könnte. Seine Vielseitigkeit, sein Talent und seine Motivationskraft nutzte er, um andere für die Mitarbeit und das Mitwirken bei ASRA zu begeistern.

Der jahrelange Einsatz Martins für ASRA bleibt unvergessen. Er hinterlässt eine bleibende Spur der Empathie, des Engagements und grosser Menschenverbundenheit. Sein Wirken hat dazu beigetragen, die Lebensqualität von unzähligen behinderten und benachteiligten Kindern und Jugendlichen in den Slums von Delhi zu verbessern und die Zusammenarbeit zwischen dem schweizerischen und indischen Team zu stärken.

Wir danken seiner Familie und allen Unterstützern herzlich für die gemeinsam getragenen Jahre. Unsere Erinnerung an Martin wird uns weiterhin inspirieren, Mitgefühl in Taten umzusetzen und Hoffnung dort zu stärken, wo sie am dringendsten gebraucht wird.

       

ASRA steht für Action for Self Reliance and Alternatives und ist eine kleine, aber höchst effiziente und nachhaltig ausgerichtete Hilfsorganisation.

Indien ist ein wirtschaftlich aufstrebendes Land. Neben Reichtum gibt es jedoch viel Armut und Elend. Die Slums in den Städten dehnen sich ständig
aus. Das Ziel von ASRA ist es, behinderten und benachteiligten Kindern und Jugendlichen in den Slums von Delhi eine Chance auf eine lebenswerte
Zukunft zu geben und sie in die indische Arbeitswelt zu integrieren. Dafür erbringen unsere Mitarbeitenden in Delhi in den verschiedenen Slumgemeinden die unterschiedlichsten Leistungen.

Von 100 Franken Spende gehen 98.5 Franken direkt zu den Betroffenen nach Delhi.

ASRA gibt nur das absoluten Minimum für Verwaltung und Administration aus. Im Jahr 2022 betrug der Anteil für Verwaltung und Administration lediglich 1.5%. 98.5% der Spenden gingen an die behinderten und benachteiligten Kinder und Jugendlichen in den Slums von Delhi. Sämtliche Leitungsmitglieder der ASRA Stiftung und des Fördervereins arbeiten ehrenamtlich. Reisen nach und von Delhi werden von diesen privat bezahlt.

So hilft ASRA...

Weitere Meldungen

ASRA Jahresbericht 2022

Lesen Sie den neuesten Jahresbericht

Der Jahresbericht 2024 ist gedruckt und im Menu Berichte & Anlässe bereit zum Herunterladen. Der Bericht gibt einen umfassenden Rückblick über die Aktivitäten des ASRA Teams in Indien und der ASRA Organisation in der Schweiz, beschreibt die grossen Herausforderungen von ASRA und führt die Vision 2027 sowie die daraus resultierenden Zielsetzungen des Teams in Indien auf. In gedruckter Form kann der Bericht beim Sekretariat, Frau Susi Talaat-Schnorf, Telefon 079 436 34 69 oder via E-Mail susi.talaat@me.com bestellt werden.

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ASRA Abend

Exklusive Film-Vorpremiere «Mother Teresa & Me». Der Anlass 2022 für die ASRA-Gönner und -Gönnerinnen fand einmal mehr an einem speziellen Ort und in einem aussergewöhnlichen Rahmen statt. Am Samstag, 3. September 2022 lud ASRA ihre Spender und Spenderinnen als Dank für die Treue und wertvolle Unterstützung ins Schloss Cinema Wädenswil ein. Als exklusive Vorpremiere wurde der schweizerisch-indisch-britische Spielfilm «Mother Teresa & Me»gezeigt. Mit dabei waren die Schauspielerin, Hauptdarstellerin und Co-Produzentin, Jacqueline Fritschi-Cornaz, und der Executive Producer, Richard Fritschi. Ein durchaus geglückter Anlass mit knapp 100 Teilnehmenden. Mit Popcorn und anschliessendem Essen auf Klapptischen rund ums Haus und nach einem ersten heftigen Regenguss gar im Kino selbst.

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Berichte unserer Begünstigten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Videos über die Arbeit von ASRA vom Schweizer Fernsehen SRF

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unsere Leistungen 2024 in Delhi

medizinisch therapeutische Einsätze zugunsten von 431 Behinderten und Kanken
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Tricyles, Rollstühle, Bewegungs- oder Hörhilfen und Prothesen abgegeben
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Behinderte profitierten von ASRA Kleinkrediten (Seed Loans)
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Am 31.12.2024 betreute der ASRA Trust...

Kinder in Ausbildung
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Jugendliche in Computerkursen
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Jugendliche in Mode und Design Kursen
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Jugendliche in Beauty Culture Kursen
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